RECUP Pfandbecher in Metzingen

Ein Pfandbecher ist schon mal ein Anfang.

Ein Pfandbecher ist schon mal ein Anfang.

Am 1. März 2018 ist das Pfandbechersystem mit über 50 Standorten erfolgreich im Landkreis Reutlingen gestartet. Bereits mehrere Jahre beschäftigen sich die drei Initiatoren bestehend aus den Technischen Betriebsdiensten Reutlingen (TBR), dem Kreisamt für nachhaltige Entwicklung und der KlimaschutzAgentur im Landkreis Reutlingen mit unterschiedlichen Pfandbechersystemen.

Im letzten Jahr gab es sehr viel Austausch mit den Nachbarlandkreise und der Stadt Tübingen. Bereits Ende letzten Jahres gab es einen großen Runden Tisch in Reutlingen mit zahlreichen Gastronomen, Bäckern und Tankstellen aus dem Landkreis Reutlingen, wo das Pfandbechersystem vorgestellt wurde. Das System und dessen Vorteile wurden positiv aufgenommen und ein gemeinsamer Start im Frühjahr 2019 wurde angestrebt. Nur wenn genügend Partner dabei sind macht der Start eines Pfandbechersystem überhaupt Sinn. Mit über 50 Stellen im Landkreis Reutlingen und darüber hinaus zahlreichen weiteren Stellen in Ulm, Ravensburg, Tübingen, Göppingen und Böblingen, wo der RECUP Becher schon länger eingesetzt wird, kann man von einem flächendeckenden System sprechen. Selbst in der Landeshauptstadt Stuttgart, die aktuell an der Entwicklung eines eigenen Systems dran ist, gibt es zahlreiche mutige Partner, wo der RECUP Becher verwendet wird. Insgesamt hat das RECUP System rund 2.500 Abgabestellen in ganz Deutschland.

„Der Einsatz eines Pfandbechers ist aus ökologischer Sicht absolut sinnvoll“, weiß Abrahim Dold von der KlimaschutzAgentur. Die Becher werden in Wangen im Allgäu produziert und dann an die Partner versendet. Der Becher kann für alle Heißgetränke wie Kaffee und Tee verwendet werden. Den Pfandbecher gibt es bei jedem Partner für 1,- EUR Pfand. Nach dem Gebrauch des Bechers kann man diesen bei einem der teilnehmenden Standorte wie Cafés, Bäckereien, Tankstellen und Restaurants zurückgeben. Im Anschluss werden die Becher direkt vor Ort in der Bäckerei oder Café gespült und gelangen so unmittelbar wieder in den Kreislauf zurück. Im Schnitt spart jeder Pfandbecher auf diesem Wege bis zu 1.000 Einwegbecher ein. Darum sind die Becher auch aus Kunststoff, weil nur dieses Material aktuell die rund 1.000 Spülvorgänge übersteht. So können wichtige Ressourcen gegenüber einem Einwegbecher eingespart werden und die Transportwege sind kurz, weil Sie nur einmal vom Produktionsort zur Abgabestelle entstehen. Passend zum Pfandbecher gibt es auch einen Deckel, der vom Kunden gekauft werden muss. Vorteil ist, dass er aus demselben robusten Material wie der Becher ist und so ebenfalls bis zu 1.000 Mal genutzt werden kann.

„Es handelt sich in keinster Weise um einen Marketinggag, sondern um einen wichtigen Baustein für die nachhaltige Entwicklung im Landkreis Reutlingen“, so Tobias Kemmler Geschäftsführer der KlimaschutzAgentur. Es gibt ganz klare Vorteile für ein Pfandbechersystem, weil es Energie, Ressourcen und CO2 einspart. Allein im Landkreis Reutlingen werden jeden Tag rund 26.000 Einwegbecher verwendet. Darum macht es Sinn jetzt damit zu starten.

Wo gibt es die Becher?

In Metzingen gibt es den RECUP Becher bei folgenden Partnern: BeckaBeck in Neuhausen, Keim Filialen im REWE und der Outlet-City und in der Kaffeerösterei Rudolph. Weitere Informationen zum System und den Partnern im Landkreis gibt es unter: www.klimaschutzagentur-reutlingen.de/recup